Vorstand

Vorstandsmannschaft von Bergland e.V. Gersbach
sowie Erzeugergemeinschaft Gersbach-Wiesental (Stand 2017)

Martin Bechtel (Vorsitzender) Holl
Willi Greiner (Vorsitzender) Gersbach
Stefan Maier (Vorsitzender) Rohrberg
Andrea Meyer (Schriftführerin)  
Helmut Tomm (Rechner) Hausen
Mathias Ruf (Rechner) Wies
     
Martin Hasler (Beisitzer Landwirte) Wies
Peter Krumm (Beisitzer Landwirte) Maulburg
Harald Kuttler (Beisitzer Landwirte) Langensee
Rolf Kuttler (Beisitzer Landwirte) Holl - Elbenschwand
Richard Maier (Beisitzer Landwirte) Rohrberg
Christian Wassmer (Beisitzer Landwirte) Wölflisbrunn
     
Ernstfrieder Schmidt (Beisitzer Verbraucher) Gersbach
Rolf Strohm (Beisitzer Verbraucher, Pressewart) Gersbach


Vorsitzende seit Gründung:

Gerhard Trautwein von 1989 bis 1996
Gerhard Suyter von 1996  bis 2000
Willi Greiner von 2000 bis 2010
Uli Eichin von 2010 bis 2016
Martin Bechtel, Willi Greiner, Stefan Maier ab  2017

Uli Eichin mit Frau auf der Jungviehweide

Geschichte der Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft

Als sich um 1990 die Gefahr verdichtete, dass einzelne Landwirte wegen Generationsproblemen und immer schwierigerer wirtschaftlicher Gegebenheiten ihren Betrieb aufgeben würden und in Folge landwirtschaftliche Flächen nicht mehr bewirtschaftet und gepflegt würden, schrillten im Erholungsort Gersbach die Alarmglocken.

Ständig wechselnde Marktgegebenheiten, das ständige Rein und Raus bei politischen Vorgaben und Veränderungen im Verbraucherverhalten wirkten sich insbesondere auf die Höhenlandwirtschaft aus, die aufgrund klimatischer und topografischer Gegebenheiten auf Grünlandwirtschaft, also auf die Milch- und Fleischwirtschaft beschränkt ist und wegen der geringen Verdienstspannen seit Jahrzehnten überwiegend im so genannten Nebenerwerb betrieben wird.

Als nach Einführung von Milchquoten auch noch die Fleischpreise verfielen, sah man den Fortbestand vieler Betriebe und damit auch die Pflege der bei Erholung Suchenden beliebten Kulturlandschaft Gersbachs bedroht- mit gravierenden Folgen für den Tourismus und die dörfliche Infrastruktur. Weil mit jedem aufgegebenen Bauernhof, mit jeder aufgegebenen Fläche unweigerlich dorfprägendes bäuerliches Wissen, Wohnkultur und nicht zuletzt wichtige Bausteine der dörflichen Infrastruktur verloren gehen können, „nach der Schmiede das Schlachthaus, der Dorfladen, schließlich das Gasthaus, die Schulen".

Packen wir's an!
Nach dem Motto „Jammern löst keine Probleme" und in der Erkenntnis, dass Zuwarten auf Wunder in der Landwirtschafts- und Zuschusspolitik nicht weiterhelfen, entstand gegen Ende der 80er Jahrenach intensivem „Hirnen" in einer Arbeitsgruppe um Pfarrer Gerhard Trautwein, Gemeinderat Rolf Strohm und fünf Landwirten aus Gersbach und Raitbach die Überlegung zu einer ehrenamtlich organisierten Weidevieh- Direktvermarktung mit dem Ziel, den Landwirten die Vermarktung erleichtern und günstigere Verkaufspreise zu ermöglichen.

1989 kam es zur Gründung der Gersbacher Fleischdirektvermarktung. Weil es im ganzen Land kein entsprechendes Vorbild gab, wurde das Gersbacher Pionierprojekt zum Landespilotprojekt erklärt, in dessen Rahmen 1993 der Neubau eines Schlachthauses nach EU-Norm gefördert wurde.
Schlachthaus der Fleisch-Direktvermarktung in Gersbach

Im Interesse einer kostensenkenden Vermarktung werden im Verein bis heute nahezu alle Dienstleistungen ehrenamtlich erbracht. Um die in der Erzeuger-Verbrauchergemeinschaft gleichwohl anfallenden Unkosten erwirtschaften zu können, feiern die Bauern immer am letzten Septembersonntag des Jahres das inzwischen überregional bekannt gewordene Gersbacher Weidefest.

Hier und auf der REGIO- Messe in Lörrach machen die Landwirte auf die Probleme in der Höhenlandwirtschaft aufmerksam und werben um Vertrauen der Verbraucher in das regional erzeugte Fleisch.

Nahrung aus der Region für die Region - eine Erfolgsstory
Ohne die gedeihliche Zusammenarbeit mit der regional ausgerichteten Lebensmittelkette des Vereinsmitglieds Jörg Hieber wäre die aktuelle Position auf dem heimischen Fleischmarkt freilich nicht möglich gewesen und konnte die Ertragssituation auch in schwierigen Jahren stabilisiert werden.

Die Landwirte erhalten ein auskömmliches Entgelt für die angelieferten Tiere, denn diese Kooperation beinhaltet faire Preisabsprachen. Damit stärkt Fa. Hieber zugleich die Betriebe in der Höhenlandwirtschaft und leistet seinen Beitrag für den Erhalt der landschaftlichen Vielfalt.

Dankbar verzeichnet man in der Kooperative aber auch das gewachsene Vertrauen der Kunden in das heimisch erzeugte Fleisch.

Gemeinsam für gemeinsame Ziele arbeiten
Um der verstärkten Nachfrage entsprechen zu können, hat sich die Fleischdirektvermarktung Gersbach 1998 mit der ebenfalls an Jörg Hieber liefernden Vermarkterinitiative Wies zusammengeschlossen. Das förderte die Zusammenarbeit unter den Landwirten der beiden Bergregionen ungemein.

Inzwischen haben sich der Fleischdirektvermarktung Gersbach und Wies, sowie dem Verein Bergland Gersbach e.V. 52 Betriebe aus der Schopfheimer Region mit Schwerpunkt Gersbach, dem Hinterhag und dem Kleinen Wiesental bis in den Raum Wies inMitglied angeschlossen.

Wir in der Region

In diesen Ortsteilen arbeiten Mitgliedsbetriebe der Fleischdirektvermarktung Gersbach und Wies.

Karte mit Standorten in Google Maps anzeigen

arte-Landwirte der Fleischdirektvermarktung Gersbach Wies.